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Die vergangenen Wochen haben mir wieder gezeigt, wie wertvoll echte Rückmeldungen sind. Die Closed Beta war für mich nicht nur ein Testlauf, sondern ein Hinweis darauf, wie unterschiedlich Menschen an ihr persönliches Wissensmanagement herangehen und wie wichtig ein gemeinsamer Raum ist, der sich mitentwickelt. Die Teilnehmer haben nicht nur still mitgelesen, sondern wirklich geholfen. Sie haben Dinge hinterfragt, präzisiert, ausprobiert und damit das Fundament gestärkt, auf dem das CapLab weiter wachsen kann.

Dieses Gefühl, dass Menschen freiwillig ihre Zeit investieren, um etwas besser zu machen, nimmt man nicht als selbstverständlich. Deshalb bin ich dafür dankbar. Und es fühlt sich wie der richtige Moment an, die Türen weiter zu öffnen und aus der geschlossenen Beta in eine offene Beta zu wechseln. Keine Wartelisten mehr, kein Zeitverlust. Einfach direkter Zugang. Wer möchte, kann sofort rein. Wer nur schauen will, kann schauen. Wer ausprobieren will, kann loslegen.

Status Quo

Wir sind gerade eine kleine Gruppe mit 26 aktiven Mitgliedern. Das klingt im ersten Moment klein, aber es fühlt sich nicht klein an. Es fühlt sich stabil an. Ich mag diese frühe Energie, in der man merkt, wie Themen entstehen, Fragen auftauchen, Verbindungen entstehen und jeder auf seine Weise einen Beitrag leistet. Manche bringen eigene Ansätze mit, andere wollen lernen, wieder andere sortieren innerlich noch und finden ihr Tempo. Parallel entwickelt sich unser Newsletter und ich merke, dass er für manche schon vollkommen ausreicht.

Die Insights werden gerne gelesen und das ist völlig ok. Nicht jeder braucht sofort eine Community. Manche wollen erst einmal verstehen, was möglich ist und ob sie gerade bereit dafür sind. Trotzdem bin ich überrascht, wie viele inzwischen dazukommen. Über 30 Menschen lesen regelmäßig mit. Das ist für einen neuen Raum wie das CapLab ein guter Anfang.

Einfach machen

Was ich in den letzten Monaten immer wieder verstanden habe ist, dass Community kein Produkt ist. Es ist kein Download, kein Feature und schon gar kein Selbstläufer. Community entsteht nur, wenn Menschen sich gesehen fühlen und wenn sie nicht das Gefühl haben, dass sie liefern müssen. Das ist mir besonders wichtig. Manche sind leise. Manche lesen im Hintergrund mit, andere kommen erst nach Wochen mit einer Frage oder einem Gedanken.

Und das ist normal. Es ist kein Problem, wenn jemand passiv sein möchte. Für einige ist es gerade nicht der richtige Moment. Für andere ist noch nicht das Thema dabei, das wirklich klickt. Und wieder andere sind zufrieden mit dem, was sie selbst gerade aufbauen, und haben keine offenen Fragen. Eine Community soll nicht beschäftigen, sondern unterstützen. Sie soll ermutigen, Orientierung geben und Energie zurückgeben.

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Der Druck entsteht nicht durch andere, sondern oft durch die eigene Erwartung, dass man aktiv sein müsste. Ich möchte das Gegenteil. Jeder soll genau das Maß an Beteiligung finden, das guttut. Ein gutes Wissensmanagement lebt von Phasen. Es gibt Zeiten, in denen man alles umsortiert. Zeiten, in denen man viel sammelt. Zeiten, in denen man nur konsumiert. Und Zeiten, in denen man super klar ist und ein stabiles System fährt.

Im CapLab treffen diese Phasen aufeinander und das macht es spannend. Der Austausch zwischen völligen Neulingen und Menschen, die seit Jahren Notizsysteme bauen, ist unglaublich wertvoll. Beide Seiten profitieren voneinander, ohne dass die eine Seite der anderen etwas beweisen muss.

Sichtbarkeit = ... ?

Ich denke viel darüber nach, wie wir das CapLab sichtbarer machen. Wir können die beste Community haben. Wenn niemand davon weiß, bleibt sie klein und wirkt für Außenstehende unentdeckt. Das wäre schade, weil ein lebendiger Raum davon lebt, dass immer wieder neue Perspektiven dazukommen. Ich mag organisches Wachstum. Ich mag es, wenn Menschen über Empfehlungen kommen oder weil sie sich durch Inhalte angesprochen fühlen. Gleichzeitig müssen wir uns im Web ein kleines Fundament setzen. Ein Ort, der zeigt, was wir machen und warum das relevant ist.

Awareness aufzubauen, heißt nicht, laut zu sein. Es heißt sichtbar zu sein. Verlässlich. Konsistent. Klar. Unsere Themen sind wertvoll. Sie helfen Menschen, besser zu arbeiten, klarer zu denken und langfristig ein System aufzubauen, das nicht nur hübsch aussieht, sondern trägt. Ich möchte, dass mehr Menschen erfahren, dass es das CapLab gibt. Nicht weil es um Zahlen geht, sondern weil wir auch von dem Austausch leben, der nur entsteht, wenn viele unterschiedliche Menschen ihre Erfahrungen teilen. Ein Beispiel dafür ist dieser Newsletter in Verbindung mit unserem frischen Blog.

Dieses Bewusstsein hat bei mir einiges verändert. Ich war lange jemand, der dachte, dass eine Community sich schon irgendwie von selbst herumsprechen würde. Aber das stimmt nur zur Hälfte. Man muss Qualität nicht schreien, aber man muss sie zeigen. Menschen müssen sehen können, wofür die Community steht und warum sie daraus einen Nutzen ziehen könnten.

Es reicht nicht, still im Hintergrund etwas aufzubauen und zu hoffen, dass es schon jemand entdeckt. Wir brauchen keine aggressiven Funnels, keine lauten Werbesprüche und auch keine künstliche Verknappung. Was wir brauchen, ist eine klare Präsenz. Eine Stimme, die erzählt, was wir tun. Inhalte, die weiterhelfen. Eine Haltung, die Vertrauen aufbaut. Wenn das Fundament sichtbar wird, entsteht der Rest fast von allein.

Kurzgesagt: spannende Inhalte, öffentlich sicht- und findbar, geteilt über Social Media.

Parallel zu all dem arbeite ich weiter am Cappuccino Kurs. Ein Kurs speziell für Selbstständige und kleine Teams, die ihr Business klarer, strukturierter und entspannter führen wollen. Der Kurs wird tiefer gehen als alles, was ich bisher gemacht habe. Die Menschen, die sich selbstständig gemacht haben, jonglieren oft zu viele Dinge gleichzeitig. Projekte, Kunden, Finanzen, Marketing, Lernen, interne Organisation. Und vieles davon landet irgendwann irgendwo im Kopf oder in unübersichtlichen Tools. Der Kurs soll helfen, ein System aufzubauen, das nicht nur Aufgaben abbildet, sondern das Denken unterstützt.

Es wird ein Kurs, der sich stark am BEANS Kurs orientiert, aber einen Business-Fokus bekommt. Ich möchte zeigen, wie man ein PKM System so aufsetzt, dass es Entscheidungen leichter macht und nicht zu einem weiteren ToDo Projekt wird.

Über das CapLab bin ich auch im Austausch mit dem Capacities Team. Darüber sage ich jetzt noch nichts, aber es fühlt sich gut an zu wissen, dass wir gemeinsam etwas bauen, das langfristig sinnvoll sein kann.

Der nächste Schritt

Der Wechsel in die offene Beta ist für mich ein kleiner Meilenstein. Er zeigt, dass das CapLab stabil genug ist, um Menschen aufzunehmen, die nicht von Anfang an dabei waren. Er zeigt, dass die Community lebt und dass wir weiter wachsen können, ohne die Grundidee zu verlieren. Gleichzeitig erinnert er mich daran, geduldig zu bleiben.

💡
Es geht nicht darum, möglichst schnell möglichst viele Menschen zu sammeln. Es geht darum, die richtigen Menschen zu erreichen.

Diejenigen, die wirklich Lust haben, ihr Denken, ihre Arbeitsweise und ihre persönliche Organisation zu verbessern. Diejenigen, die gerne lernen, teilen und experimentieren. Diejenigen, die eine Community nicht nur als Informationsquelle sehen, sondern als Begleitung auf dem Weg zu einem System, das länger hält als die nächste Produktivitätswelle.

Je mehr ich über den nächsten Schritt nachdenke, desto klarer wird mir, dass das CapLab kein Ort sein soll, an dem man abtaucht und sich versteckt. Es soll ein Ort sein, an dem man wieder auftaucht.

Mit Klarheit. Mit neuen Ideen. Mit Fragen. Mit Antworten. Mit mehr Struktur als vorher.

Nicht jeder kommt wegen desselben Grundes hierher. Manche wollen sich sortieren. Manche suchen eine Lösung für den täglichen Informationsstau. Manche wollen ihre kreativen Ideen besser festhalten. Manche sind überfordert von ihren Tools. Und andere kommen, weil sie sehen wollen, wie andere arbeiten. All das hat Platz.

Ich glaube deswegen fest daran, dass die nächsten Monate für uns spannend werden. Die offene Beta wird neuen Schwung bringen. Die Inhalte, die wir veröffentlichen, werden mehr Menschen erreichen. Und ich bin sicher, dass wir durch die Mischung aus Lernen, Community und echtem Austausch einen Ort schaffen, der trägt.

Damit bleibt die wichtigste Frage am Ende: Wobei würdest du dir gerade am meisten Unterstützung wünschen?

Cheers,
-dein André

Fun Fact:

Viele fragen sich, warum ich das Ganze überhaupt Beta nenne, wenn es ja kein klassisches Softwareprodukt ist. Die ehrliche Antwort ist, dass ich den Begriff mag, weil er den Druck herausnimmt. Beta heißt für mich nicht unfertig, sondern beweglich. Ein Raum, der sich weiterentwickeln darf.

Ein Format, in dem Feedback nicht stört, sondern willkommen ist. Und ganz ehrlich, eine Community ist im Grunde immer Beta, weil sie von Menschen lebt und Menschen sich verändern. Beta ist für mich deshalb weniger ein technischer Begriff und mehr eine Haltung.


Foto von Viktor Forgacs auf Unsplash

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